Hadefi

Mein Ziel: Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt

„Hadefi“ – arabisch und türkisch für „mein Ziel“ oder „mein Vorhaben“ – ist ein Synonym für unser Projekt für Menschen mit Fluchtbiografie. Die Teilnehmenden verfolgen das Ziel der Integration in Arbeit. Die Teilnahme am Projekt fördert nicht nur ihre Integration, sondern mittelbar auch die Integration ihrer Familien in die deutsche Gesellschaft.

„Sinn“ ist eine weitere Bedeutung des Wortes „Hadefi“. Sinn erfahren die Teilnehmenden, wenn sie sich mit sinnvollen und zielführenden Maßnahmen in eine Beschäftigung hineinentwickeln, die sinnstiftend für ihr Leben wirken kann und auch die Lage derer verbessert, die sie später beruflich pflegen und unterstützen werden.

„Hadefi“ auf einem Blick

Projektziel

Vermittlung in adäquate Beschäftigung

Zielgruppe

erwerbsfähigen Frauen und Männer mit Fluchtbiografie unter 25 ohne Schulpflicht oder über 50 Jahre

Förderung

ESF und Land Niedersachsen: Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen zur Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration, Abrechnende Stelle: NBank

Laufzeit

April 2021 bis Juni 2022

Projektraum

Stadthagen, Landkreis Schaumburg, Niedersachsen

Aus der Perspektive der Betroffenen

Die „Flüchtlingswelle“ der Jahre 2015 und 2016 liegt mittlerweile lange zurück und das öffentliche Interesse konzentriert sich auf andere Krisen und Themen. Die zu uns geflüchteten Menschen sind jedoch noch hier und viele von Ihnen gut in Arbeit und Gesellschaft integriert. Aber nicht allen gelingt die Integration in und Teilhabe an unserer Gesellschaft völlig reibungslos.

In unserem Projekt „Hadefi“ betrachten wir die Themen Migration, Flucht und Integration in den Arbeitsmarkt aus der Perspektive der erwerbsfähigen Frauen und Männer im Fluchtkontext, die unter 25 und nicht mehr schulpflichtig oder über 50 Jahre alt sind, und nehmen ihre Herausforderungen in den Blick.

Potenziale Fördern, Hindernisse abbauen

Sprachbarrieren, für die Arbeitsmarktintegration notwendigen, aber nicht vorhandenen soziale Netzwerke, Familienpflichten, kulturelle Unterschiede und ein erheblicher Qualifizierungsbedarf bilden oft unüberwindlich scheinende Hindernisse. Wir berücksichtigen bei unserer Arbeit die Ursachen und die Auswirkungen der besonderen Voraussetzungen der Geflüchteten. Im Fokus steht dabei das Potenzial, das sie mitbringen und in unsere Gesellschaft einbringen können und wollen.

Wir sehen sie nicht als eine homogene Gruppe an, sondern bauen auf die vielfältigen und individuellen Talente und Voraussetzungen unserer Teilnehmenden auf. Im Projekt stärken wir unsere Teilnehmer:innen. Wir unterstützen sie dabei, die Hindernisse zu überwinden und ihren Weg in die Arbeitswelt und die Gesellschaft zu gehen.

Qualifikation in Hauswirtschaft und Pflege

Wir bieten berufliche Orientierung und die Vermittlung von vertieften Kenntnissen in ausgewählten Berufsfeldern. Mit Qualifizierungen bereiten wir die Teilnehmenden auf Assistenzberufe in der Hauswirtschaft und leichten Pflege vor und erleichtern ihnen dadurch den Eintritt in die Berufswelt. Gemeinsam mit ihnen entwickeln wir ihre Sprachkompetenzen.

Bei uns eignen sie sich erfolgreiche Strategien zur Bewältigung des Alltags an, der bei den Frauen häufig von der Mehrfachbelastung gekennzeichnet ist, berufliche Weiterentwicklung und familiäre Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen. Durch die Vermittlung von Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen trägt das Projekt wesentlich zu einer erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt bei.

Projektpartner

ESTA-Bildungswerk gGmbH

Der Aufgabenschwerpunkt des ESTA-Bildungswerks liegt auf der Erhebung der Qualifikationsbedarfe, der Koordination und der Durchführung des Weiterbildungsprogramms. Als Aus- und Weiterbildungsunternehmen in der Pflege mit langer Tradition verfügt das ESTA-Bildungswerk über weitreichende Branchenkenntnisse und ist Ansprechpartner der Pflegeunternehmen.

Jobcenter Schaumburg

Das Jobcenter Schaumburg fördert die berufliche Eingliederung durch unterschiedliche Maßnahmen mit dem Ziel, an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt heranzuführen. Es bringt seine Erfahrung ein in der Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen.

ESTA-Bildungswerk gGmbH
Kompetenz Center Projekte und Politische Bildung

Kerstin Struckmeier
kerstin.struckmeier(at)esta-bw.de

Bismarckstraße 8
32545 Bad Oeynhausen

Telefon 05731 157-118
Telefax 05731 157-102


Das Projekt wird gefördert von